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Leitende
KZ-Zahnärzte
Diese Bilddatei (Nazi
Euthanasie Propaganda Poster,
um
1938, Quelle)
ist gemeinfrei, weil ihre urheber-
rechtl. Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des
Urhebers ("Rassenpolitisches Amt der NSDAP")
abgelaufen ist. ( zum
Original).
Exemplarische Beispiele (Leitende
Zahnärzte):
" Wilhelm
Henkel (* 14. Juni 1909 in Odenhausen; † 28. Mai 1947
[verurteilt und gehängt]
in Landsberg) war SS-Hauptsturmführer
und als leitender KZ-Zahnarzt im Konzentrationslager Mauthausen
eingesetzt.
...
Henkel gehörte dem SS-Totenkopfverband und der SS-Division Nordland an.
...
Henkel gab zu, auf Befehl Zahngold entnommen und nach Berlin geschickt
zu haben.
...
Der gleiche Zeuge sagte aus, dass er im Februar oder März 1942
beobachtet habe, wie Henkel blutverschmiert aus dem Raum für
Herzinjektionen gekommen wäre.
...
Die
Zeugenaussagen bestritt Henkel. Er behauptete, ihm würde es niemals
passieren, bei einer Herzinjektion mit Blut beschmiert zu werden."
Zitat
bzw. Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Henkel_(KZ-Arzt)
Stand 15. Mai 2010
Neben den
Leitenden Nazi-Zahnärzten wurden jüdische Lagerhäftlinge, die vor ihrer
Gefangenschaft den Beruf des Zahnarztes ausübten, als Lagerzahnarzt
eingesetzt:
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Der Zahnarzt
von Auschwitz
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Chapter
14 (abstracts)
by Benjamin Jacobs
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Kapitel
14 (Auszüge)
von Benjamin Jacobs
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"The
Hauptscharführer wants to install a dental station here." He
continued, worried, "Look at you. You look like a Mussulman. You are in
no shape to be a dentist." [...]
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"Der
Hauptscharführer möchte hier eine Zahnarztpraxis einrichten." Er fuhr
beunruhigt fort, "Schau dich an, du siehst aus wie ein Muselmann. Dein
Aussehen entspricht nicht im Geringsten dem eines Zahnarztes." [...]
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| My
heart began pounding. Could it be? I asked myself as I ran toward
them with a vigor I did not know I still possessed. I stopped two
meters in front of them as I was required to do, and then I staggered
and almost fell. "Herr Hauptscharführer, Häftling 141129 meldet sich
gehorsamst zu ihrem Befehl." (Lieutenant, prisoner 141129 obediently
reports to your order.) [...] |
Mein
Herz begann heftig zu schlagen. Als ich Ihnen mit einer Lebenskraft
entgegenrannte, über die ich bisher noch nicht verfügte, fragte ich
mich selbst. Könnte es sein? Taumelnd stoppte ich zwei Meter von der
Stelle entfernt, wo ich eigentlich hätte stehen sollen. Beinahe
wäre ich gefallen. "Herr Hauptscharführer, Häftling 141129 meldet sich
gehorsamst zu ihrem Befehl." [...] |
| "Let
me see your hands," the Kommandant said. I stretched out my arms,
palms up. "My God! How can you be a dentist with these lacerated hands?
Look, Grimm! Let him stay in camp until his hands heal," Moll said. I
stared in disbelief as Moll's one eye stared back at me. I would not
forget the human, almost tender way in which he spoke. Just when I was
nearly ready to give up, this Nazi came to my rescue. [...] |
"Zeig
mir deine Hände," sagte der Kommandant. Ich streckte siegesgewiss meine
Arme aus. "Mein Gott! Wie willst du mit diesen zerfetzten Händen
ein Zahnarzt sein? Schau, Grimm! Er soll im Lager bleiben, bis
seine Hände geheilt sind," sagte Moll. Ungläubig schaute ich
in Moll's Auge [einäugig], als er zurück zu mir starrte. I würde
diesen Menschen nicht vergessen; diese andienende Art und Weise, in der
er beinahe redete. Gerade als ich bereit war, aufzugeben, kam dieser
Nazi, um mich zu retten. [...] |
| The
first time I met Oberkapo Josef Hermann was when he started building
the dental station. He also built a workbench for me and seats in the
waiting room. [...] |
Das
erste mal traf ich Oberkapo Josef Hermann, als er mit dem Aufbau der
Zahnarztpraxis begann. Er baute auch eine Werkbank für mich und Stühle
im Wartezimmer. [...] |
| My
function was only to extract teeth. Since I did not have enough
novocaine, I economized, using one two-cc ampoule for two or more
extractions. I also filled the cavities with silicone or phosphate
cement. The inmates' main problem was bleeding gums, a result of
vitamin deficiency and the complete absence of toothbrushes and
dentifrice. Dabbing the gums with iodine only offered temporary relief.
[...] |
Meine
Aufgabe bestand nur darin, Zähne zu entfernen. Seitdem ich zu wenig
Betäubungsmittel hatte, verbrauchte ich nur noch eine Ampulle bei der
Entfernung von zwei oder mehr Zähnen. Ebenso füllte ich die Löcher mit
Phosphatzement. Das größte Problem der Insassen war das
Zahnfleischbluten, eine Folge von Vitaminmangel und dem totalen Fehlen
von Zahnbürsten und Zahnpasta. Das Betupfen des Zahnfleisches mit Jod
war nur eine Notlösung. [...] |
One day, late in the
afternoon, an ambulance arrived, and an SS officer
came to the station. I had no idea who he was. "Are you the dentist?"
he asked.
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Eines
Tages, es war am späten Nachmittag, kam ein Krankenwagen angefahren,
und ein SS-Offizier kam in meine Praxis. Ich hatte keine Ahnung, was er
wollte. "Bist du der Zahnarzt?" fragte er.
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| "Yes,
Herr Hauptscharführer," I answered. |
"Jawohl,
Herr Hauptscharführer," antwortete ich.
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| He
looked around
the room first, without a comment. I thought he
approved of what he saw. "I am Dr. König. I will be coming here to see
the Mannschaft [team]," he said pompously. Then he ordered me to
prepare weekly reports. He said that he had informed the SS that he
would be coming to Fürstengrube on Tuesdays, between four and six.
Before he left, he asked me if anything was needed in the station.
"Vitamin C and novocaine in any form, Herr Hauptscharführer," I
answered him. [...] |
Er
schaute sich zuerst im Raum um, ohne eine Bemerkung. Ich hatte den
Eindruck, dass er mit dem, was er sah, einverstanden war. "Ich bin Dr.
König. Ich bin gekommen, um die Mannschaft zu sehen," sagte er pompös.
Dann befahl er mir, Wochenberichte zu erstellen. Er erzählte, dass er
die SS darüber informiert habe, dass er zukünftig das KZ Fürstengrube
Dienstags zwischen 16.00 und 18.00 Uhr besucht. Bevor er ging, fragte
er mich, ob irgendetwas in der Praxis benötigt wird. Ich antwortete
ihm: "Vitamin C und Betäubungsmittel in jeder Form, Herr
Hauptscharführer." [...] |
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